Saisonende 2018

Saisonende 2018
Es ist soweit: Ich konnte die Saison 2018 hinter mich bringen. Zeit für einen Rückblick!
 
Ich hatte mich zu kompletter Unabhängigkeit entschlossen, so dass ich anfangs Saison unsicher war, wie gut sie laufen würde. In den vielen Jahren als Freelancer hatte ich immer genügend Arbeit gehabt und mir nie Gedanken darüber machen müssen, ob sich die Kurse füllen würden.
Im Nachhinein ist man immer klüger. Meine Zweifel waren absolut unnötig. Ich arbeitete in dieser Saison sogar mehr als die Jahre zuvor. Der März war zwar sehr schwach, dies aber, weil das Wetter motorradunfreundlich war. Schnee, Kälte und Regen. Niemand will da sein neues Motorrad auf die Strasse bringen. Somit verschob sich der Saisonstart auf April und auf einmal musste ich bereits Kunden an andere Fahrschulen weiterreichen. Ich bin so froh um meine Kolleginnen und Kollegen! Als Einmann-Fahrschule ist es zeitweise sehr einsam. Umso mehr erfreute ich mich der vielen Gespräche mit meinen Kollegen, die mit Mut zusprachen, ich würde es alleine sicher packen. Danke, Peter Ursenbacher, deine unterstützenden Worte haben mich beruhigen können. 
Im Mai gab es einen „feindlichen“ Übernahmeversuch. Zwei Fahrlehrer waren auf dem Übungsgelände, auf dem ich seit 10 Jahren unterrichte. Dies wäre an und für sich nichts Ungewöhnliches und passiert denn auch von Zeit zu Zeit. Die Fahrlehrer sind üblicherweise freundlich und ziehen dann jeweils weiter. In besagtem Fall war dies anders. Diese Unannehmlichkeit erledigte sich zwar glücklicherweise von alleine – eine Entschuldigung fehlt jedoch bis heute. Ein respektvoller Umgang unter Kolleginnen und Kollegen halte ich für wichtig. Dies ist aber nur auf Basis einer Berufsehre möglich, die aktiv wahrgenommen wird – eine Erwartung, die ich hierfür stelle.
Ab Juni wurde es unerträglich heiss. Um der Hitze zu entkommen, musste ich mitunter um 6.15 Uhr in der Früh mit Fahrstunden beginnen. Ich bin überhaupt kein Frühaufsteher, werde dies aber bei Bedarf wiederholen, denn ich konnte doch einige unheimlich schöne Sonnenaufgänge miterleben.
Der Juli war relativ kurz, da ich zum einen eine Woche in Madeira verbrachte, um mich zu erholen und zum anderen meinen langjährigen Buddy Alex als Trauzeugen (kei Tätschmeischter!) bei seiner Hochzeit begleiten durfte. Es war eine sehr schöne und unterhaltsame Feier, an welcher ich auch ehemaligen Kunden begegnete. Wie sagt man so schön: die Welt ist klein =).
Im August und September reduzierte ich die Anzahl Grundkurse, damit ich genügend Einzellektionen anbieten konnte, ohne an meine Grenzen zu kommen. Dies gelang mir relativ gut und doch noch nicht optimal. Nach einem Gespräch mit Melanie (Merci!) reduzierte ich auch die Anzahl Fahrstunden und nahm mir wieder etwas mehr Zeit für mich. Ende September wurde mir klar, wieviel ich gearbeitet hatte, so dass ich mir ein früheres Saisonende gönnen durfte. Dies auch, da andere Fahrschulen im Begriff waren, ihr Kontingent an Motorradfahrlehrern zu erweiterten und Kurse/Fahrstunden bis Mitte Dezember zu planen. So war bereits sichergestellt, dass Kunden bis zum Schluss bedient wurden. Ich habe somit zwar zwei Wochen früher aufgehört, nur bringt mir das leider nicht viel, da ich Ende November für zwei Tage Zivilschutz leisten muss :-(. Und so bin ich nun fleissig dabei meine Abwesenheit vorzubereiten. Alle Fahrzeuge müssen revidiert, die Reise geplant, alle Rechnungen bezahlt werden u.s.w.
 
Ohne meine so unglaublich tollen Kundinnen und Kunden wäre das alles nie möglich gewesen. Ihr seid die Besten!
 
Fahrlehrer zu sein ist kein Beruf, es ist eine Berufung. Ich kann mir nichts anderes mehr vorstellen als für meine Kunden da zu sein. Ich freue mich jetzt schon wieder riesig darauf, Ende Februar 2019 mit den ersten Kursen zu beginnen und in das Abenteuer, das jede Saison mit sich bringt, einzutauchen.
 
ride safe
Marcelo
100% motorcycle

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Marcelo

Geschrieben von : Marcelo

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